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  • Chronic Fatigue Syndrome - Chronisches Erschöpfungssyndrom - CFS

    Die Wichita Studie

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    Fragen und Antworten zur CFS-Studie in Wichita
    Quelle: CFS-Homepage der CDC/ deutsche Übersetzung HMS

    1. Warum wurde die Studie in Wichita durchgeführt?
    a) Die Bevölkerung von Wichita ähnelt demografisch der Gesamtbevölkerung der USA im Hinblick auf Alter, Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht und Einkommen.
    b) Die Region, in der diese Studie durchgeführt wurde, ist geografisch begrenzt.
    c) Außerdem hat die CDC bereits in den Jahren 1988 - 1993 die CFS-Prävalenz in Wichita mit einer in 4 Städten auf der Basis von Meldungen niedergelassener Ärzte durchgeführten Überwachungsstudie abgeschätzt.

    2. Warum unterscheiden sich diese Prävalenz-Daten von früheren Häufigkeitsschätzungen der CDC?
    Die beiden CDC-Studien zur Häufigkeit (=Prävalenz) des CFS hatten unterschiedliche Zielsetzungen. Die auf den Meldungen niedergelassener Ärzte in vier Städten basierende Untersuchung identifizierte in Arztpraxen behandelte CFS-Fälle. Sie schätzte das Auftreten von CFS bei den Menschen ab, die einerseits ausreichend schwer erkrankt waren und andererseits über ausreichende finanzielle Mittel verfügten, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Studie schätzte somit die genaue Belastung des Gesundheitssystems durch CFS ab. In der aktuellen Wichita Überwachungsstudie wurden die Mitglieder der Untersuchungsgruppe direkt angesprochen und diejenigen mit einer Erschöpfungsproblematik identifiziert. Der populationsbezogene Ansatz ermöglicht uns, die Belastung der Gesamtgruppe mit CFS abzuschätzen. Außerdem wurden die populationsbezogenen Prävalenzschätzungen im Hinblick auf die Korrektur fehlender Antworten sowie auf Unterschiede zwischen Untersuchungsstichprobe und Gesamtbevölkerung gewichtet.

    3. Verändert eine Wichtung die Daten und führt damit zu falschen Schlußfolgerungen?
    Wir glauben das nicht. In dieser Analyse schauten wir sowohl auf rohe wie auch auf gewichtete bzw. aufbereitete Prävalenzschätzungen. Die gewichteten Schätzungen erlaubten uns, viele statistische Verzerrungen zu korrigieren und so der wirklichen Häufigkeit in dieser Population näher zu kommen.

    4. Wie verhalten sich die Ergebnisse zu anderen Studien, die in CFS ein Problem von Frauen weißer Hautfarbe sahen?
    Diese Studie unterstützt vorherige Untersuchungen. CFS scheint in der erwachsenen weiblichen Bevölkerung Wichitas ein größeres Problem der öffentlichen Gesundheit zu sein als bisher angenommen.

    5. Wie groß ist das Problem, das CFS für die öffentliche Gesundheit darstellt?
    Die folgenden Zahlen sollen die Größordnung mit anderen Gesundheitsproblemen von Frauen vergleichbar machen. Die geschätzte Häufigkeit des CFS bei Frauen (303/100.000) beträgt ungefähr ein Drittel der Diabeteshäufigkeit (900/100.000), liegt etwa dreimal höher als HIV bei Frauen (125/100.000) und deutlich über den Raten von Lungenkrebs (63/100.000) und Brustkrebs (113/100.000).

    6. Warum sehen wir CFS nicht bei Minderheiten?
    Die Wichita-Studie belegt, daß CFS Männer und Frauen aller Rassen und ethnischen Gruppen befällt, ebenso wie Heranwachsende. Allerdings besteht bei weißen Frauen das höchste Risiko, an CFS zu erkranken und diese Tatsache muß bei der Planung gesundheitlicher Versorgungsangebote und der Suche nach Risikofaktoren berücksichtigt werden. Zusätzliche Studien sind erforderlich, um die CFS-Häufigkeit in anderen Bevölkerungen zu bestimmen. Beispielsweise könnte die CFS-Prävalenz unter Afro-Amerikanern in Durham, NC untersucht werden. Ein Studie militärischer Populationen wäre geeignet, CFS bei Männern zu bestimmen. Um die Häufigkeit bei Heranwachsenden zu klären, könnte man Schülerpopulationen untersuchen.

    7. Wurden Personen mit Depressionen in die Prävalenzschätzungen einbezogen?
    Diese Häufigkeitsschätzungen basieren auf einem konservativen Ansatz und sind das Ergebnis einer strikten Anwendung der 1994er CFS-Definition, die Depressionen mit melancholischen Anteilen als Ausschlußkriterium ansieht. Wenn wir diese Definition aufweichen und Personen einschließen, die über Depressionen mit melancholischen Anteilen berichten, steigt die Gesamtprävalenz auf 248/100.000, bei Frauen auf 404/100.000 und bei weißen Frauen auf 458/100.000. Eine weitere Auflockerung der Definition würde also zusätzliche Prävalenzschätzungen erhöhen, aber unser primäres Ziel war es, die Häufigkeit des CFS entsprechend der 1994er Falldefinition zu bestimmen.

    8. Wie führt die CDC diese Studie fort?
    Die CDC wird die Teilnehmer in 12-Monats-Intervallen wieder kontaktieren, um den klinischen Verlauf der Erschöpfungskrankheit zu verfolgen, um die Erholung von Erschöpfungskrankheiten zu dokumentieren und um CFS-Neuerkrankungen zu identifizieren. Außerdem wird Serum von Patienten dieser Studie untersucht, um Unterschiede in der Expression von Genen zwischen Erkrankten und nicht erschöpften Kontrollgruppen aufzudecken. Diese Arbeit könnte sowohl diagnostische Marker wie auch Informationen zur Ursache des CFS liefern.
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