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  • Chronic Fatigue Syndrome - Chronisches Erschöpfungssyndrom - CFS

    Ausschlußdiagnostik

    Menue "über CFS"

    empfohlene Laboruntersuchungen
    (Fukuda et al., 1994):
  • Differentialblutbild
  • Blutsenkung
  • GPT
  • Gesamtprotein
  • Albumin
  • Globuline
  • alkalische Phosphatase
  • Calcium
  • Phosphat
  • Glukose
  • Harnstoff
  • Elektrolyte
  • Kreatinin
  • TSH
  • Urinuntersuchung

    ...Eine routinemäßige Durchführung anderer Screeningtests hat für die Gesamtheit der Patienten keinen bekannten Wert. Trotzdem können weitere Tests im Einzelfall angezeigt sein, um eine andere Diagnose, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, zu bestätigen oder auszuschließen. In diesen Fällen sollten zusätzliche Tests und Untersuchungverfahren, die anerkannten klinischen Standards entsprechen, durchgeführt werden. ...

    Kurzdarstellung einzelner Tests

  • Differentialblutbild
      Ein Blutstropfen enhält eine Reihe unterschiedlicher Zelltypen, u.a rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Makrophagen, neutrophile, basophile, eosinophile Granulozyten, B-Lymphozyten und T-Lymphozyten. Abweichungen der Anzahl und Form jeder dieser Zellarten können auf eine zugrunde liegende Krankheit hinweisen. Die Liste der möglichen Auffälligkeiten ist zu groß, um sie an dieser Stelle aufzuführen.

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  • Blutsenkung = Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit = BSG
      Diese Messung gibt die Geschwindigkeit an, mit der sich rote Blutkörperchen in einem Röhrchen nach unten absetzen. Eine erhöhte Senkungsgeschwindigkeit gilt als allgemeines Zeichen für Entzündungen im Körper.

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  • Alanin-Aminotransferase (ALT) = GPT = Glutamat-Pyruvat-Transaminase
      Erhöhte Aktivitätswerte dieses Enzyms im Blutplasma sind u.a. Hinweis auf eine Virushepatitis oder andere Formen von Lebererkrankungen.

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  • Gesamtprotein
      Maß der Gesamteiweißkonzentration im Plasma. Erhöhte Werte sind u.a. Zeichen einer Austrocknung, die mit Erbrechen, Durchfall, der Addisonschen Krankheit, Diabetes und einer Reihe anderer Störungen verbunden sein kann.

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  • Albumin
      Albumin bildet mit ca. 40 bis 60 Prozent des Gesamtproteins den größten Anteil des im Blutplasma vorkommenden Eiweißes. Reduzierte Albuminspiegel weisen auf eine Vielzahl von Störungen hin, z.B. primäre Leberkrankheiten, gesteigerten Abbau von Makromolekülen als Folge von Gewebsschäden und Entzündungen, Aufnahmestörungen, Fehlernährung und Nierenkrankheiten.

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  • Globulin
      Globuline, eine Gruppe unterschiedlicher Eiweiße, bilden gemeinsam die zweitgrößte Fraktion der Proteine im Blut. Veränderte Spiegel im Blut können auf Lebererkrankungen, Störungen der Nierenfunktion, Entzündungen und Krebserkrankungen hinweisen.

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  • Alkalische Phosphatase (AP)
      Die alkalischen Phosphatasen bilden eine Enzymgruppe, die im gesamten Körper vorkommt. Erhöhte Werte gehen u.a. mit Leber-und Gallengangserkrankungen einher sowie mit Knochenstörungen.

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  • Calcium
      Erhöhte Werte des Plasma-Calciums können Zeichen einer Krebserkrankung oder einer Störung der Nebenschilddrüse sein. Seltener deuten sie auf eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Vitamin-D-Vergiftung, den Gebrauch bestimmter Medikamente (Thiazid-Diuretika), eine Sarkoidose und andere Erkrankungen hin. Erniedrigte Calcium-Werte sind Anhaltspunkt für eine Vitamin-D-Mangel, Nierenerkrankungen, Schiddrüsenunterfunktion, Magnesiummangel und andere Krankheiten.

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  • Phosphat
      Erhöhte Werte von Phosphat-Ionen im Plasma können ein drohendes Nierenversagen, eine Nebenschilddrüsenunterfunktion, Akromegalie, excessive Phosphatzufuhr und Vitamin-D-Vergiftung anzeigen. Deutlich erniedrigte Spiegel des Plasmaphosphats weisen u.a. auf Vitamin-D-Mangel, primäre Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Magnesiummangel und diabetische Störungen (Ketoazidose) hin.

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  • Glukose
      Ein erhöhter Blutglukosespiegel weist auf eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hin. Ein erniedrigter Spiegel (Hypoglykämie) kann verschiedene Ursachen haben, ist häufig vorübergehend und muß unter spezifischen klinischen Bedingungen abgeklärt werden, bevor ein entsprechender Befund einer klinisch bedeutsamen Störung zugeordnet werden kann.

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  • Harnstoff
      Verschiedene Nierenerkrankungen können zu einer Erhöhung der Harnstoffkonzentration im Blutplasma führen.

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  • Elektrolyte
      Bei dieser Untersuchung wird die Konzentration der im Blut und Urin gelösten Ionen gemessen, einschließlich Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Bikarbonat, Phosphat, Sulfat und Lactat. Letztlich sind alle Stoffwechselprozesse im Organismus von diesen Ionen abhängig, deren Konzentration durch eine Vielzahl von Regelmechanismen in engen Grenzen stabil gehalten wird. Abweichungen können Zeichen für vielfältige klinische Störungen sein, die an dieser Stelle nicht aufgezählt werden können.

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  • Kreatinin
      Erhöhte Plasmaspiegel können eine eingeschränkte Nierenfunktion anzeigen.

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  • Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH)
      Dies ist ein Test der Schilddrüsenfunktion. Erhöhte Werte des TSH können eine Unterfunktion der Schilddrüse anzeigen, erniedrigte Werte eine Schilddrüsenüberfunktion. In seltenen Fällen können erhöhte TSH-Spiegel auch durch Tumoren der Hypophyse verursacht sein.

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  • Urinuntersuchungen
      Urin kann auf ein breites Spektrum diagnostischer Indikatoren hin untersucht werden, einschließlich Amylase, Bilirubin, Kreatinin, Glukose, GGT, Hämoglobin, Lactat-Dehydrogenase, Osmolalität, Elektrolyte, Myoglobin, Protein, Harnstoff und vieles mehr. Erhöhte Amylasewerte deuten auf eine Störung der Bauchspeicheldrüse hin, erhöhte Bilirubinwerte auf Leberschäden bzw. Lebererkrankungen, hohe GGT-Werte auf Behinderungen des Gallenabflusses, Gallenwegs-bzw. Gallenblasenentzündungen oder alkoholbedingte Zirrhose, erhöhte Lactat-Dehydrogenasewerte im Urin sind bei Glomerulonephritis, systemischem Lupus erythematodes, diabetischer Nephrosklerose, Blasen-und Nierenkarzinomen zu finden usw..

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    Beispiel für einen Fall, der weitere Untersuchungen erfordert

    Patienten mit auffälligen Befunden bei den oben beschriebenen Laboruntersuchungen haben wahrscheinlich kein CFS sondern Störungen, die der Arzt mit weiteren Tests diagnostizieren kann. Wenn ein Patient zum Beispiel sowohl einen niedrigen Albuminspiegel alsauch einen erhöhten Harnstoffwert hat, besteht der Verdacht auf einen Nierenschaden. Der Untersucher kann dann die entsprechenden Tests zur Kontrolle wiederholen und zusätzlich weitere, die zur Abklärung von Nierenkrankheiten geeignet sind, anordnen.
    Allerdings finden sich bei mehr als 90% der Patienten mit schwerer Erschöpfung bei den oben beschriebenen Test keine Auffälligkeiten. Unter der Voraussetzung, daß die körperliche Untersuchung und die Krankengeschichte ebenfalls keine Hinweise in eine bestimmte Richtung geben, sind keine weiteren Laboruntersuchungen zu empfehlen.

    Tests mit experimentellem Charakter, die nicht für die klinische Diagnostik des CFS benutzt werden sollten

    Obwohl sie einer legitimen Erforschung in CFS-Studien unterzogen werden, besitzen viele Tests keinen bewiesenen Nutzen für die Diagnostik des CFS. Einige dieser Untersuchungen sind im folgenden Abschnitt aufgeführt.

    Serologische Tests

  • Epstein-Barr Virus (EBV)
    Dieses Herpes-Virus verursacht die infektiöse Mononukleose, das Pfeiffersche Drüsenfieber. Ursprünglich schien das EBV der wahrscheinlichste Auslöser des CFS zu sein. Später durchgeführte Studien zeigten jedoch, daß viele CFS-Fälle keine Verbindung mit dem EBV aufwiesen. Aus diesem Grund besitzen EBV-Tests für die Diagnose CFS keinen Nutzen.

  • Enteroviren
    Diese Gruppe von Viren wurde nach ihrer Tendenz, den Menschen über den Magen-Darm-Trakt zu infizieren, benannt. Enteron ist das griechische Wort für Darm. Sie stehen allerdings meist mit Krankheitsbildern in Verbindung, die das Nervensystem betreffen, u.a. mit Poliomyelitis, aseptischer Menigitis und Encephalitis. Einige medizinische Forscher glauben, daß diese Erreger bei einer Untergruppe von Patienten mildere Erkrankungsformen verursachen, die sich eher in Muskelschwäche und Erschöpfung manifestieren als beispielsweise in schweren Lähmungen. Epidemiologische Studien über enterovirale Infektionen bei CFS-Patienten blieben allerdings unschlüssig: Obwohl die Erschöpfung in einigen Fällen durch die Anwesenheit von Enteroviren erklärt werden könnte, waren sie bei der Mehrheit der bisher untersuchten CFS-Betroffen nicht nachweisbar.
    Daher sind serologische Tests, Untersuchungen von Muskelbiopsieproben mit PCR (Polymerase Kettenreaktion) und andere Methoden, nach Enteroviren zu suchen, für die Diagnose des CFS nicht hilfreich.

  • Retroviren
    Ein veröffentlichter Bericht beschrieb DNA-Sequencen, die augenscheinlich Ähnlichkeiten mit dem humanen T-Zell-lymphotropen Virus Typ II aufwiesen und mit der Polymerase-Kettenreaktion-Untersuchung (PCR) in den weißen Blutköperchen von CFS-Patienten nachweisbar waren. Mehrere Versuche, diese Studie unter Doppelblindversuchsbedingungen zu wiederholen, schlugen fehl. Zusätzliche Arbeiten zeigen auf, daß keines der identifizierten Retroviren mit CFS im Zusammenhang steht.
    PCR-Untersuchungen auf die DNA humaner Retroviren sind für die Diagnose des CFS nicht sinnvoll.

  • Humanes Herpesvirus 6
    Eine Veröffentlichung berichtete davon, daß das humane Herpesvirus Typ 6 (HHV-6), insbesondere das aktiv replizierende HHV-6, mit CFS im Zusammenhang stehen könnte. Nachfolgende Anstrengungen, die Verbindung zwischen aktiv replizierenden HHV-6 und CFS zu bestätigen, blieben ohne Erfolg. HHV-6 ist eine ausgesprochen häufige Infektion, die bei nahezu 100% aller Menschen ab einem Alter von 3 Jahren besteht.
    Als diagnostischer Marker für CFS ist HHV-6 daher ungeeignet.

  • Candida albicans
    Wie HHV-6 ist eine Candidiasis praktisch bei jedem Menschen zu finden. Neben anderen belegen die Fallkontrollstudien der Centers for Disease Control and Prevention (CDC), daß zwischen CFS und Candida albicans keine ursächliche Beziehung besteht.
    Daher ist ein Candida-Nachweis kein sinnvoller diagnostischer Marker für CFS.

    Immunologische Tests

  • Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)
    Einige Studien berichteten von einer Tendenz zu niedriger NK-Zell-Aktivität und/oder niedriger NK-Zell-Zahl bei CFS-Patienten. Andere Studien, darunter die Fallkontrollstudie der CDC zum CFS, konnten keinerlei Beziehung zwischen NK-Zell-Aktivität und CFS herstellen. Aber auch in Studien, die eine entsprechende Tendenz nachwiesen, konnten keine Unterschiede zwischen CFS-Patienten und Kontrollpersonen beobachtet werden, die ausgereicht hätten, die NK-Zell-Untersuchung als ein diagnostisches Instrument zum CFS-Nachweis zu nutzen. Außerdem gab es in allen Studien CFS-Patienten mit normaler Zahl und Funktion der NK-Zellen.
    Damit sind NK-Zelluntersuchungen als diagnostischer Marker für CFS wertlos.

  • Zytokine
    Zytokine sind hormonähnliche Moleküle, die von einer Zelle gebildet werden, um das Verhalten einer anderen zu beeinflussen. Diese Proteine sind für die Regulation praktisch aller Systeme des Organismus lebensnotwendig und spielen eine zentrale Rolle bei der Koordination des Immunsystems. Verschiedene Berichte ließen vermuten, daß erhöhte Spiegel von Zytokinen des Immunsystems, z.B. Interleukin-1 und Interleukin-6, mit CFS zusammenhängen. Die Befunde unterschiedlicher Arbeitsgruppen ergeben kein einheitliches Bild - einige beobachteten einen Trend zu erhöhten Zytokinspiegeln, andere nicht. Wie bei den NK-Zellen sind die Unterschiede zwischen Kontrollpersonen und CFS-Kranken in keinem Fall ausreichend groß, um diagnostischen Wert zu haben.
    Bis heute konnte kein Zytokin identifiziert werden, das als diagnostischer Marker für CFS geeignet wäre.

  • Zellmarker
    In einer Studie wurde bei den am schwersten erkrankten CFS-Patienten eine Vermehrung von T-Zellen, die Aktivierungsmarker ausbildeten, beschrieben. Normalerweise ist die Zahl der Aktivierungsmarker auf der Oberfläche von T-Zellen erhöht, wenn das Immunsystem auf eine infektiöse Krankheit reagiert. Diese Arbeit wurde bisher nicht bestätigt und es wurde in anderen Studien auch kein vergleichbarer Trend nachgewiesen.
    Daher konnte bisher keine Konstellation von Zellmarkern gefunden werden, die als diagnostisches Instrument für CFS dienen könnte.

    Bildgebende Verfahren

  • Magnet Resonanz Tomographie = Kernspin-Tomographie
  • Single Photon Emissionscomputertomografie = SPECT
    Einige CFS-Forscher beobachteten offensichtliche Unterschiede in der Gehirndurchblutung zwischen CFS-Patienten und Kontrollgruppen. Diese Studien blieben unbestätigt.
    Bildgebende Verfahren sollten nicht als diagnostische Untersuchungstechnik für CFS verwendet werden.

    Zusätzliche experimentelle Tests

  • Tilt table test:
    Bei diesem Test wird der Patient auf einem Untersuchungstisch festgeschnallt, der in verschiedenen Ebenen geneigt werden kann. Der Blutdruck des Patienten wird mehrfach bei verschiedenen Neigungswinkeln gemessen, vor und nach der Gabe von Medikamenten, die den Herzschlag beschleunigen. In einer Studie (siehe auch Fragen und Antworten zum CFS) hatten die meisten Patienten einen deutlich erniedrigten Blutdruck im Tilt Table Test.



    Stand: Oktober 1996
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