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  • Chronic Fatigue Syndrome - Chronisches Erschöpfungssyndrom - CFS

    Steroide eignen sich nicht zur Behandlung des Chronic-Fatigue-Syndroms

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    (gekürzte Fassung einer NIH-Pressemitteilung)

    Niedrige Dosen des Steroids "Hydrocortison" haben sich nicht als geeigneter bzw. effektiver Behandlungsansatz für Menschen mit CFS erwiesen. Dies folgt aus den vorläufigen Ergebnissen einer placebokontrollierten Doppelblind-Studie, die von Wissenschaftlern des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) durchgeführt wurde. Die Studie wurde von Dr. Steven E. Straus geleitet, dem Leiter des Laboratoriums für klinische Forschung der NIAID.

    "Bis heute hat die Analyse gezeigt, daß etwa die Hälfte der Patienten, die Placebos erhielten, über einige Verbesserungen ihres Wohlbefindens berichteten." kommentierte Dr. Straus, "In der Hydrocortison-Gruppe gaben ca. zwei Drittel eine statistisch gesehen größere Besserung an, die allerdings auch in diesem Kollektiv nur mäßig war. Es gab klare Anzeichen für eine adrenale Suppression durch das Medikament." In der Tat entwickelten vier Patienten eine im Labor meßbare Insuffizienz der Nebennierenrinde. "Dieser Zustand war behandelbar und komplett rückbildungsfähig," sagte Dr. Straus, " aber nach unserer Auffassung kann die nur minimalen Besserung im Anbetracht der Nebenwirkung diesen Behandlungsansatz bei CFS nicht rechtfertigen."

    Eine Langzeitbehandlung mit Steroiden kann die normale Steroid-Produktion der Nebennierenrinde unterdrücken, was die Gefahr schwerwiegender Komplikationen beinhaltet. Wenn die Nebennierenrinde gestört ist, wird sie nicht ausreichend auf Ereignisse, die mit großem Streß verbunden sind, reagieren können. Dies beträfe zum Beispiel Herzinfarkte oder Unfälle.

    Die Studie basiert auf einem Bericht in der wissenschaftlichen Literatur, wonach bei CFS-Patienten im Vergleich zu Gesunden in der Blutbahn leicht erniedrigte Cortisol-Werte gefunden wurden. Cortisol ist das wichtigste blutzuckerregulierende Streßhormon. Der NIAID-Versuch begann 1992. Aus 600 sorgsam ausgesuchten Personen wählten die Untersucher 70 CFS-Betroffene aus. Strenge Zugangskriterien waren für das Design der Studie wichtig und die Untersucher schlossen jeden aus, für den Steroide kontraindiziert gewesen wären, wie Menschen mit Magengeschwüren in der Vorgeschichte, Glaukom, Hochdruck, Diabetes, unbehandelbarer Tuberkulose oder extremer Fettleibigkeit. Ebenso schieden diejenigen aus, die verschiedene andere Arten wirksamer Medikamente benötigten.

    Die Hälfte der Teilnehmer wurde nach dem Zufallsprinzip für die Einnahme niedriger oraler Cortisol-Dosen ausgewählt, die andere Hälfte erhielt Placebos. Die Untersucher versuchten, die natürlichen täglichen Schwankungen des Cortisolspiegels durch die Gabe von zwei Dosen (Placebo oder Medikament) pro Tag zu reproduzieren. Die Behandlungszeit betrug 12 Wochen, in denen man alle Teilnehmer sorgfätig im Hinblick auf eine adrenale Suppression beobachtete. Die Auswirkungen ermittelte man mit mehreren Fragebögen, in denen die Patienten sich selbst einstufen konnten. Erfaßt wurden Energieniveau, Aktivitäten, Stimmung und Beschwerden - in der Zeit zwei Wochen vor und während des Versuchs sowie sechs Wochen danach.

    Dr. Straus räumte ein, über die negativen Ergebnisse enttäuscht zu sein. Allerdings hofft er, daß sein Bericht CFS-Patienten vom Gebrauch eines möglicherweise schädlichen Medikaments abhalten kann.


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