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  • Chronic Fatigue Syndrome - Chronisches Erschöpfungssyndrom - CFS

    MCS
    Multiple Chemical Sensitivity
    (vielfache Chemikalienunverträglichkeit)

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    Die Abkürzung MCS steht für Multiple Chemical Sensitivity. In Deutschland spricht man auch von VCU = vielfache Chemikalienunverträglichkeit. Eine einheitliche internationale Definition, wie sie für das CFS vorliegt, gibt es zur Zeit noch nicht. Nach den 1994 überarbeiteten CFS-Kriterien können CFS und MCS nebeneinander vorkommen. Eine klare Abgrenzung beider Störungen voneinander ist oft schwierig, fließende Übergänge sind häufig zu beobachten. Ursachen und Mechanismen des MCS sind umstritten und große Teile der Schulmedizin lehnen es als eigenständiges Krankheitsbild ab.

    Folgende Kriterien erscheinen für eine Eingrenzung der MCS-Problematik geeignet:

    • MCS ist eine erworbene Störung. Sie besteht also nicht lebenslang und wird durch eine bisher unbekannte Ursache ausgelöst. Vor allem toxische Einflüsse wie Schwermetalle, Insektizide, organische Lösungsmittel etc. werden in diesem Zusammenhang diskutiert, ohne das bisher ein wissenschaftlicher Nachweis gelungen wäre.

    • MCS-Patienten reagieren mit häufig kurzfristig einsetzenden, teilweise ausgeprägten Beschwerdeschüben auf geringste Konzentrationen unterschiedlicher Chemikalien. Diese Konzentrationen liegen weit unter denen, die für das Gros der Bevölkerung problematisch sind.

    • Die symptomauslösenden Substanzen müssen chemisch nicht verwandt sein und können verschiedene Wirkmechanismen besitzen.

    • Zwischen dem(n) eigentlichen Krankheitsauslöser(n), der(die) bisher nicht eindeutig identifiziert ist(sind), und den Auslösern von Beschwerdeschüben, welche die Patienten oft sehr genau benennen können, muß unterschieden werden.

    • MCS ist keine klassische Allergie und daher auch nicht mit IgE-Bestimmungen zu belegen. Allerdings gibt es eine Gruppe von Patienten, bei denen MCS und IgE-vermittelte Allergien nebeneinander vorkommen.

    • Es handelt sich um ein durch vielfältige und wechselnd ausgeprägte Symptome charakterisiertes chronisches Krankheitsbild, das mehrere Organsysteme betrifft. Zum Beispiel können Benommenheit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Antriebslosigkeit als Zeichen einer Beteiligung des zentralen Nervensystems neben Atembeschwerden, Augenbrennen, Muskelscherzen und Magen-Darm-Problemen auftreten.

    • Die Konstellation der Beschwerden ist von Patient zu Patient meist sehr unterschiedlich.

    • Immer wieder berichten Betroffene, daß sich ihre Reaktionsbereitschaft und Empfindlichkeit innerhalb kurzer Zeit ohne erkennbare Ursache erheblich verändert, was für die Lebensführung und die Identifikation von Beschwerdeauslösern erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

    • Aus dem Gefühl einer ständigen Bedrohung resultiert häufig eine tiefgreifende Verunsicherung gegenüber jeder veränderten oder fremden Umgebung. Dies führt nicht selten zum sozialen Rückzug und zur Isolation.

    • Körperliche und seelische Belastungen scheinen, wie beim CFS, das Beschwerdebild zu verschlechtern.

    • Medizinische Standardtests zeigen keine charakteristischen Werte. Für MCS gibt es bisher keine beweisenden Befunde und Untersuchungsverfahren, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Viele alternative Techniken sind in ihrer Bedeutung umstritten, dies gilt auch für Elektroakupunktur und Bioresonanzverfahren.

    • Die Ergebnisse objektivierbarer Untersuchungen stehen nicht im Verhältnis zur Schwere der geschilderten Symptome. Oft erscheinen Betroffene, deren Lebensqualität aufgrund der Beschwerden dramatisch eingeschränkt ist, nach den klinischen Untersuchungsergebnissen als weitgehend gesund. So weisen z.B. MCS-Patienten mit Störungen der Atmung nicht selten völlig unauffällige Messwerte bei der Lungenfunktionsprüfung auf, obwohl die Schilderung der Symptome erhebliche Veränderungen, wie wir sie z.B. bei Asthmatikern sehen, erwarten ließe.

    Zwischen den oft beeindruckenden Erfahrungsberichten einzelner Personen bzw. ihrer Krankheitsgeschichte und wissenschaftlichen Untersuchungen an großen Kollektiven muß unterschieden werden. Letztere sind sehr aufwendig und langwierig, aber nur sie sind als Basis für verläßliche medizinische Erkenntnisse geeignet. Demgegenüber können Einzelfallberichte Verdachtsmomente in bezug auf schädliche Einflüsse oder Hinweise auf hilfreiche Behandlungsformen liefern. In der Regel lassen sich daraus jedoch keine allgemeinen, gesicherten Handlungs-und Therapiegrundsätze ableiten: Was dem einen Patienten aus nutzt, kann dem anderen durchaus schaden.

    Eine für alle gleichermaßen geeignete Therapie, mit Ausnahme der Vermeidung als schädlich erkannter Einflüsse, gibt es für MCS zur Zeit nicht.
    Neben Chemikalien werden auch physikalische Einflüsse, wie z.B. elektromagnetische Felder, für das beschriebene Beschwerdebild verantwortlich gemacht.

    1995 fand ein MCS-Workshop des BgVV in Berlin statt. Diese Veranstaltung wurde auch als WHO-Workshop bezeichnet, obwohl die WHO seine Ergebnisse bisher nicht als ihre offzielle Meinung bestätigt hat. Vorgeschlagen wurde u.a., MCS in IEI = idiopathic environmental intolerances umzubenennen. Idiopathisch bedeutet im medizinischen Sprachgebrauch soviel wie "ohne erkennbare Ursache entstanden; Ursache nicht nachgewiesen", bzw. "als krankhafter Zustand selbständig, d.h. ohne erkennbare Ursache, entstanden". Die neue Bezeichung soll demnach für ohne erkennbare Ursache entstandene Empfindlichkeiten gegenüber Umwelteinflüssen stehen.
    Da es aber eine Vielzahl von Verdachtsmomenten gibt, die eine Entwarnung in bezug auf verschiedene, insbesondere nervenschädigende Chemikaliengruppen unverantwortlich erscheinen lassen, bewerten viele Ärzte und Forscher diesem Ansatz sehr skeptisch.
    Zum MCS besteht ein großer Klärungs-und Forschungsbedarf, so daß man keinesfalls, wie es in der Praxis leider oft zu beobachten ist, "idiopathisch" mit rein "funktionell" bzw. "psychogen" gleichsetzten und damit die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen zur wissenschaftlichen Aufklärung verneinen sollte.


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